Nachruf auf Inge Goes

Nachruf auf Inge Goes


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Veröffentlicht von Martin Goetz-Schuirmann am Montag, 6. April 2020, 12:35 Uhr

ABSCHIED VON INGE GOES

 

Als offensive Streiterin für Kirche, Glauben und die Menschen ist Inge Goes bekannt.

Seit 1964 lebte die gebürtige Hamburgerin mit ihrem Mann Rainer und ihren vier Kindern in Lurup. 10 Jahre später wurde sie das erste Mal Mitglied des Kirchenvorstands der Auferstehungskirchengemeinde und blieb in der Gemeindeleitung bis zu ihrem Tod. Durch ihre berufliche Ausblidung und Tätigkeit als Erwachsenenpädagogin und Gemeindeberaterin war sie auf allen kirchlichen Ebenen unterwegs. Viele Jahre wirkte sie mit in der Synode des Kirchenkreises, im Kirchenkreisvorstand, der nordelbischen Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung und dem Vorstand des Kirchengemeindeverbands Lurup/Osdorfer Born. In der Auferstehungskirchengemeinde war sie begeisterte Chorsängerin und leitete seit mehr als 40 Jahren die Gruppe, die als „Jungmütterkreis“ entstand, dann von Inge Goes als „Mütterkreis“ und später „Frauengesprächskreis“ weitergeführt wurde.

Als Inge Goes im Jahr 1990 das erste Mal zur Vorsitzenden des Kirchenvorstands von Auferstehung Lurup gewählt wurde, lobte der damalige Propst des Kirchenkreises Blankenese, Herwig Schmidtpott: „Frau Goes gehört zu den Menschen, die sich tief in Sachfragen und Problemkreise hineinknien können. Eine besondere Begabung hat sie im theologisch-pädagogischen Bereich und in der Beratungsarbeit“. Die Mitarbeiter:innen konnten immer auf ein offenes Ohr und die Gesprächsbereitschaft ihrer Vorsitzenden zählen. Mit ihrem weiten Horizont packte sie auch heiße Themen im Kirchenvorstand mit Sachverstand an. Dabei lag ihr die demokratische Beteiligung der Gemeinde am Herzen. „Kirche muss sowohl am Sonntag mit dem Gottesdienst als auch mit sozial-diakonischem Engagement im Stadtteil Lurup wahrnehmbar sein. Christliche Werte sind keine Buchstabenwerte, sondern Lebenshilfe für jeden Einzelnen von uns. Mein Motto lautet: Glauben feiern und leben!“ so formulierte es Inge Goes einmal und so lebte sie es.

Jetzt ist sie im Alter von 84 Jahren gestorben. Die Auferstehungskirchengemeinde erinnert sich in großer Dankbarkeit an das Wirken von Inge Goes. Das Mitgefühl gilt ihrer Familie.

Zu einem Abschiedsgottesdienst in der Auferstehungskirche vor der Beisetzung ihrer Asche wird eingeladen, sobald die Situation dies zulässt.  

Kommentare

Micha Goes
Lieber Martin, lieber Siegfried, liebe Gemeinde,
vielen Dank für Eure schönen Worte und Anteilnahme.
Im Namen der ganzen Familie können wir nur hoffen, dass bald die Möglichkeit für alle besteht von Inge Abschied zu nehmen. Der Trauergottesdienst wird auf jeden Fall in der Auferstehungskirche stattfinden. Für unsere Mutter war die Gemeinde immer eine zweite Familie. Und auch wir sind mit der Auferstehungskirchengemeinde sehr verbunden. Ganz herzliche Grüße an alle, die Inge kannten, und Kraft für die Zeit, in der Nähe so hilfreich wäre.
Eico, Torga und Micha
Siegfried Kurzewitz, Pastor im Ruhestand
Ich bin so dankbar, dass ich in meiner Zeit als Luruper Pastor immer Inge Goes als Vorsitzende bzw. als Mitglied des Kirchenvorstandes an meiner Seite hatte. Alle Themen der Gemeinde waren ihr wichtig. Sie kniete sich in die jeweilige Materie hinein und vertrat den gewonnenen Standpunkt mit Entschiedenheit . Der Gottesdienst und die Kirchenmusik lagen ihr am Herzen. Sie wollte eine Kirche, die für alle da ist: für die Kinder, die Jugendlichen, die Erwachsenen, die Senioren, die Obdachlosen, die Leidenden, Zusammen haben wir uns eingesetzt für Minderheiten, gegen Ungerechtigkeit, für Flüchtlinge, gegen den Hass in unserer Gesellschaft und gegen die Kriegstreiber. Das Gespräch mit ihr war bereichernd, denn sie ging den Themen auf den 'Grund. Inge Goes war über Jahrzehnte das Gesicht von Auferstehung, Ich danke unserem Gott, dass wir diese Frau so lange bei uns hatten. Gott schenke ihr nun den himmlischen Frieden.
Siegfried Kurzewitz